|
|
Auf
der Lärmkarte ein weißer Fleck
Dortmund,
13.04.2008, Von Gerald Nill Seit einer Woche existiert eine landesweite Lärmkarte des Umweltministeriums. Auf ihr können Bürger die aktuelle Lärmbelastung an ihrem Standort abfragen. Von Aachen bis Winterberg haben Gemeinden ihre Daten eingestellt. Dortmund
sucht man vergeblich. Die
Umgebungslärmrichtlinie der Europäischen Union ist ohnehin schon mit einjähriger
Verspätung von der Bundesregierung in nationales Recht umgesetzt worden. Das führt
Heinrich Bornkessel vom Umweltamt der Stadt Dortmund auch als Entschuldigung an,
warum man hinter dem Zeitplan her hinke. Noch immer könne man nicht genau
sagen, wieviel Prozent der Einwohner in Dortmund mit zuviel Lärm belastet
werden - und genau das ist die wichtigste Aussage einer kommunalen Lärmkarte. Das Umweltamt
hat inzwischen den Lärmpegel für jeden Winkel dieser Stadt erfasst. Alle Straßen,
Schienenwege und der Flugverkehr fließen in das Lärmkataster ein. "Das
wird an Bedeutung am Thema Feinstaub vorbeiziehen", ist Bornkessel überzeugt.
"Es sind so viele Menschen von einem hohen Lärmpegel betroffen. Das weckt
Begehrlichkeiten." Lärm nervt -
nicht nur die Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm. An der B 1 gab es Klagen. Das
Gericht gab den Anwohner Recht. Inzwischen herrscht dort nachts ein formelles
Lkw-Fahrverbot. Das Tempo wurde zum Schutz vor Lärm auf 50 km/h gedrosselt.
Dahinter steckt die medizinische Erkenntnis, dass Lärm auf Dauer krank macht. Zu vermuten
steht, dass Anlieger, die direkt an Bahnlinien und in der Einflugschneise des
Flughafens liegen, neben den Schnellstraßen am meisten belastet werden.
Freilich lief das Umweltamt nicht mit dem Messgerät durch jede Straße;
vielmehr wird anhand von Parametern wie Entfernung zu Straßen,
Verkehrsbelastung, Schienen und Einflugschneisen hochgerechnet. Mittels
Stichproben hat Bornkessel nachgewiesen, dass die Berechnungen stimmen. Den Rest
erledigte der Computer. Noch ist
unklar, wo die Messlatte angelegt wird Der
Dezibel-Stadtplan ist der erste, die Umsetzung von tatsächlichen Lärmschutzmaßnahmen
der folgende Schritt. "Der Lärmaktionsplan sieht vor, dass wir dort, wo es
zu laut ist, Konzepte entwickeln, um es leiser hinzukriegen", so
Bornkessel. Das könnte Tempolimits bedeuten, aber auch den Bau von Schutzwänden/-wällen.
Oder den Einbau von Lärmschutzfenstern. Wo die
Messlatte angelegt werde, sei heute noch nicht zu sagen. Vermutlich werde das
alte Bundesimmissionsschutzgesetz angewendet. Das sieht eine Grenze von 70
Dezibel am Tag und 60 bei Nacht vor. "Je höher der Wert, desto geringer
der Aufwand und die Kosten", schlussfolgert Bornkessel. Das Land müsse
hierzu noch einen Erlass auf den Weg bringen. Dann könne jeder Bürger
nachschauen, ob er in einer zu lauten Straße wohnt und Ansprüche auf Lärmschutzmaßnahmen
hat. Das Umweltamt will nicht spekulieren, wieviel Prozent im Stadtgebiet zu
laut sind und die Messlatte reißen. In anderen Großstädten wird bereits geschätzt,
dass ein Fünftel über dem Limit liegt. Zu allererst
sollen in den nächsten Wochen die Kommunalpolitiker Einsicht in die fast
fertige Lärmkarte erhalten, teilt die Stadt mit. Nach den Sommerferien sollen
Aktionspläne folgen. www.umgebungslaerm.nrw.de
Lärmbekämpfung im Stadtbezirk Mengede"Grüne" stoppen lärmende KradfahrerGroppenbruch. (ost) In den letzten zwei Jahren beschwerten sich Anwohner des Ortsteils Groppenbruch vehement über Lärmstörungen durch laute Motorengeräusche, die besonders an Abenden und Wochenenden am Kanal auftraten. Nun ist Ruhe. Lärmmessungen mit dem mobilen Messgerät der Grünen zeichneten den Lärmpegel deutlich auf. Mit einem deutlichen Appell auf Flugblättern hatte Fraktionssprecher Manfred Jockheck die Crossfahrer dieser Tatsachen bewusst gemacht und um Unterlassung gebeten. Gemeinsam mit Anwohnern, Vertretern von Bündnis 90/Die Grünen in Mengede, den Polizeidienststellen Mengede und Waltrop (das betreffende Gebiet liegt teilweise auf Waltroper Gebiet) sowie der Montan Grundstücksgesellschaft als Grundstückseigner wurde in mehreren Ortsterminen nach einer Lösung des Problems gesucht. Verbotsschilder und Wegesperren wurden darauf hin angebracht. Wie ein Anwohner auf Anfrage Manfred Jockhecks heute mitteilte, sind nunmehr seit den letzten zwei Monaten kaum noch Motocrossfahrer auf dem Gelände unterwegs, so dass sich keine Probleme für die Anwohner darstellen. "Ich denke das ihre Aktionen dazu beigetragen haben, ebenso wie die Beschilderung im Einfahrtsbereich, die auch noch vorhanden ist", so der Anwohner. Dortmund Nord-West, 13.10.2008 Motocross-Lärm auf der Halde ist verhallt
Maßnahmen in Groppenbruch fruchtetenGroppenbruch. Die Motocross-Fahrer, die auf der Halde Groppenbruch regelmäßig gefahren sind und Anwohner durch den Lärm der Maschinen gestört haben, scheinen sich ein anderes Terrain gesucht zu haben. Das beobachten jedenfalls Bündnis 90/Die Grünen Mengede. Bezirksfraktionssprecher Manfred Jockheck teilt mit, dass in den letzten zwei Monaten nach Auskunft von Anwohnern kaum noch Motocross-Faherer dort unterwegs seien. Jockheck und die Grünen führen das auf mehrere Ursachen zurück: - Nachdem Lärmmessungen mit dem mobilen Gerät der Grünen deutliche Belastungen für die Anwohner ergeben hätten, seien die Motocrossfahrer mit Flugblättern gebeten worden, nicht mehr die Halde zu befahren. - - Nach mehreren Ortsterminen der Grünen mit Anwohnern, Polizei und der Montan Grundstücksgesellschaft als Flächeneigentümerin seien Verbotsschilder und Wegesprerren angebracht worden. - Neben der Lärmentlastung für die Anwohner habe die neuere Entwicklung noch weitere positive Nebeneffekte, sagt Manfred Jockheck. Der Bewuchs der Halde sei dichter geworden. Grün verdichtet sich Straßen- und Schienenlärm im Stadtbezirk MengedeDie Lärmkartierungen der Schienenverkehre, in Verbindung mit dem Straßenlärm, zeigen für den Stadtbezirk Mengede teilweise alarmierende Werte auf. Dieses stellt der "Lärmkümmerer" der Orts-Grünen, Manfred Jockheck, nach Einsichtnahme der aktuellen Kataster-Pläne fest. Seit Mitte November 2008 stehen die Tag- und Nachtmesswerte der Bahn im Netz und wurden von mir überschaubar mit den Straßen- Messwerten verbunden, so der grüne BV- Fraktionssprecher. Aufklärung der Bevölkerung, wie mit dem Lärmschutz zu verfahren ist, wird daher eine bürgernahe individuelle Arbeit erfordern. Dieser wollen sich die Grünen stellen. Mit dem eigenen mobilen Lärmmessgerät wurden in der Vergangenheit bereits an unterschiedlichen Stellen im Stadtbezirk Messungen vorgenommen. Diese werden jetzt mit den "offiziellen" Vergleichsdaten abgestimmt und sollen möglichst schnell in die stadtweiten Aktionspläne einfließen. Menschen die sich lärmgeschädigt fühlen können sich auch weiterhin bei uns melden. Dazu wurde eine eigene Website des OVs der Grünen angelegt: http://www.laermmenge.de Soweit es machbar ist, klären wir darauf demnächst die Betroffenen über mögliche lärmmindernde Maßnahmen und Vorgehensweisen auf. Persönliche Beratung ist darüber hinaus auch per Telefon und/oder Email möglich verspricht Manfred Jockheck.
|